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Posted 16. Oktober 2016 by PSVR-News in Allgemein
 
 

PSVR: Der neue große Shit?


2016 ist das Jahr der VR: Egal ob Occulus, Vive oder auch nur Cardboard: VR ist diesmal gekommen um zu bleiben. Den Traumstart legte aber die PSVR hin: Die Nachfrage war größer als das Angebot und in drei Monaten wurden dennoch mehr Einheiten verkauft als Rift und Co. im ganzen Jahr an den Mann bringen konnten.

Warum ist das so? Qualitativ muss man ehrlicherweise zustimmen, dass die PSVR nicht die beste technische Platform bietet. In Sachen Auflösung sind Rift und HTC ihr voraus. Ist es der Preis? Bestimmt auch. Eine PSVR gibt es für 400 Euro. Auch kein Schnäppchen, aber die Rift schlägt schon mal mit dem doppelten Preis zu Buche. Und dann kommt da noch der PC hinzu: Der heimische Rechner wird in der Regel nicht reichen, es muss schon High-End – Equipment sein. Da wird man in Summe unter 1500 € nicht weit kommen.

Die PSVR setzt hingegen nur die Playstation 4 und deren Kamera voraus. Ist die vorhanden, wars das. Eine weitere Aufrüstung ist nicht notwendig. Wer will, kann zur Pro greifen, aber das bewirkt nur ein grafisches Tuning. Das Spieleerlebnis ist mit der normalen PS4 kaum weniger gut: Vor allem gibt es keine Abstriche in Sachen Framerate, die das Erlebnis beschneiden könnte.

Vor allem bietet die PSVR aber eins: Content. Von Beginn an, waren sehenswerte Titel am Markt. Es dürfte gerne noch deutlich mehr werden, aber das wird wohl passieren, denn die Verkäufe sind phantastisch: Bei der PSVR lohnt es sich für die Publisher auch AAA-Titel für den VR-Markt zu erstellen. Quasi als „Abfallprodukt“ werden diese Titel dann auch für die anderen Brillen umgesetzt. Wir sollten es den „Early Adoptern“ gönnen: Sie haben mit ihrem Enthusiasmus (und nicht zu Letzt mit ihrem Geld) den VR-Zug erst angeschoben.

Und zu guter Letzt hat Sony gezeigt, dass VR kein „einsamer Nerd“- Trend ist. Die PSVR wird aktiv als „Buddy-Device“ vermarktet. Das Bild (in verringerter Auflösung) auf auf dem heimischen Fernseher zu zeigen ist ein phantastischer Ansatz. Der Spieler schottet sich nicht komplett von der Welt ab, sondern seine Freunde haben eine Live „Let’s Play“ – Erfahrung.

Sony hat sogar einen Weg gefunden, Multiplayer-Aktion im eigenen Wohnzimmer mit nur einem Headset zu bieten. Das kostenlose Playroom macht unglaublich viel Spaß und hat die Chance auch Mutti und Oma die Berührungsängste zu nehmen.