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Posted 15. Juni 2017 by PSVR-News in Allgemein
 
 

Playstation 4 Pro: Komplett verbuggt


PSVR ist geil. Ziemlich sogar. Die Auflösung könnte besser sein, aber insgesamt macht das schon eine Menge Laune. Die Pro sollte das Spielgefühl noch ein wenig verbessern. 400 € aber mal so eben auf den Tisch zu hauen, ist nun nicht so meins.

Wie gut, dass es da ein Angebot bei GameStop gab: Alte Playstation 4 hin, drei Spiele oben drauf, dann noch nen Hunni: Alles Paletti, neue PS4 Pro wieder mit nach Hause nehmen. Ganz so einfach war es dann leider doch nicht. Bereits vor Beginn der Aktion war die Konsole bei GameStop vergriffen. Also völlig umsonst die Konsole bereinigt und durch die halbe Stadt gekarrt.

Eine wütende E-Mail später kam dann das Angebot, ich könne das Geschäft doch noch abwickeln, müsse mich aber etwas gedulden.

Gut. Das „etwas“ waren dann knapp zwei Monate. Am Ende war ich dann aber doch stolzer Besitzer einer PS4 Pro. Also erst einmal gegoogelt, welche Spiele denn überhaupt eine Pro-Unterstützung bieten: Horizon, eines meiner Lieblingsspiele war dabei.

Also erst einmal installiert, die Updates abgewartet, das Spiel gestartet und: Bereitmachen zum staunen.

Wurde nur leider nix. Anstatt Staunen gab es einen Totalcrash: Das Bild fror nach wenigen Minuten ein, die Playstation nur noch durch Hardreset zu überreden, etwas zu tun. Gut. Probieren wir halt ein anderes Spiel: Ratchet und Clank könnte man auch mal wieder durchzocken. Gesagt, getan. Diesmal dauerte es nur 10 Sekunden, bevor das Gameplay beendet war. Das bekannte Spiel: Totalcrash, rien ne vas plus.

Sollte das Laufwerk eine Macke haben? Ich habe ja auch Download-Spiele im Angebot. Also Dirt Rally downgeloaded und angezockt. Sah erst einmal gut aus. Dann konnte ich ja wenigstens schon mal VR anzocken. Dafür bedurfte es dann aber eines Updates von 50GB, dass zwei Stunden in Anspruch nahm.

Geduld ist eine Tugend, sagt man ja, aber dann konnte es endlich los gehen: Alles lief wie geschmiert, bis – ja, bis ich den VR-Modus aktivierte: Da dauerte es erneut nur wenige Sekunden, bis der Spielspaß vorbei war.

Zeit, dem Unvermeidlichen ins Auge zu blicken: Die Konsole hatte eine Macke. Umtauschen bei GameStop? Nö, lieber nicht, da gibt es bestimmt eine Gebrauchte eines anderen Kunden. Also Online bei Sony die Konsole reklamiert. Zum Glück gibt es ja Garantie. Bei Sony übrigens – im Gegensatz zu den meisten großen Herstellern – nur ein läppisches Jahr. Sollte aber natürlich noch kein Problem sein.

Die Fehlerbeschreibung musste ich dann im Steno-Format vornehmen, weil in dem Kommentarfeld des Online-Formulars außer Buchstaben und Zahlen fast nichts erlaubt ist (Satzzeichen, Zeilenumbruch, Klammer…)

War das erledigt, gab es ein Rücksendeetikett. Die Playse wurde von mir dann sorgfältig verpackt und zur Post gebracht.

Eine knappe Woche warten später war die Playse dann wieder da. Online oder per E-Mail keine Info, was gemacht wurde. Und – wer hätte es gedacht- so eine Playstation passt tatsächlich in die Packstation. Allerdings in einem deutlich kleineren Karton als bei der Originalverpackung.

Neben der Konsole dann ein kleiner Handzettel: „

Wir haben Ihr System sorgfältig getestet und konnten nach dem Update mit der aktuellen Software den gemeldeten Defekt nicht mehr feststellen

„. Aha. Das solle mich doch überraschen. Natürlich hatte ich selbst schon die aktuelle Software versucht, und die Konsole auch mehrmals komplett neu installiert.

Ein Schnelltest mit Ratchet und Clank brachte dann auch das erwartete Ergebnis: Die Konsole blieb nach ein paar Minuten hängen. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass beim Crash der Fehler direkt an Sony gesendet wird? Die hätten also durchaus mal prüfen können, ob ich mir das Ganze nur einbilde. Versteht sich, dass keine externe Hardware angeschlossen war und ein Wärmeproblem sollte wohl auch nach wenigen Minuten Betrieb auszuschließen sein.

Jetzt habe ich mal ein Video gemacht vom Fehler und werde das an den Fehlerreport versuchen anzuhängen. Vielleicht kriegen die es dann ja hingewuppt. Übrigens: Alleine bin ich nicht mit meinem Leid. Das Problem hatten auch schon viele Andere.

Mal ehrlich, Sony: In Sachen Kundensupport könntet Ihr echt noch einmal eine Schippe drauflegen. Wenn man schon verbuggte Hardware verkauft, sollte wenigstens der Austausch klappen. Da wird man ja beim letzten Hinterhof-Amazon-Marketplace-Verkäufer besser bedient.