Ich bins: Der Batman!

 

 
Overview
 

Titel: Batman Arkham VR
 
Publisher: Rocksteady Studios
 
Preis: 19,90€ im PSN
ca. 40 € als Import auf Disk
 
Sprache: Englisch
 
Move: Unterstützt
 
Puzzle: ,
 
Wertung
8.5


User Rating
1 total rating

 

Positives


  • Sei der Batman!
  • Perfektes VR-Gefühl
  • Nette Hirnverknotung :)

Negatives


  • Sehr kurz
  • Keine klare Linie


Fazit

Wer was zum Angeben braucht: Kaufen 🙂 Für den schmalen Geldbeutel kann man kaum mehr verlangen.

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Posted 25. Oktober 2016 by

 
Full Article
 
 

Ich gestehe: Sooo der riesen Batman-Fan bin ich nicht. Als dann aber die Fledermaus ihren Weg zur PSVR gemacht hat, musste ich es dennoch ausprobieren. Und siehe da: Ich bin infiziert. Und das liegt an verschiedenen Dingen: Zum einen funktioniert das VR-Gefühl in kaum einen anderen Titel so hervorragend wie bei Batman VR. Es sind Kleinigkeiten, aber vor allem bei der Move-Steuerung ist man schnell gefangen. Wenn man beispielsweise seinen Waffen an den (ganz realen) Hosenbund packt, und sie genau dort auch jederzeit wieder hervorholen kann, dann macht diese kleine physische Berührung unglaublich viel aus.

Dann ist das Areal teilweise echt imposant. Wenn man zum ersten Mal in die Bat-Cave kommt, dann spielt VR seine ganzen Stärken aus: Diese riesige Halle, in Kombination mit der gut abgestimmten Soundkulisse: Gänsehautfeeling. Eigentlich war ich aber schon vorher gepackt: Sich selbst als Batman im Spiegel zu sehen: Wer hat da nicht minutenlang albernheiten gemacht? Ein Ententanz im Batman-Kostüm ist etwas, was den Preis alleine gerechtfertigt hat.

Beendet man das Staunen und beginnt das eigentliche Spiel, ist das Spektakel zunächst einmal vorbei. Die Mordaufklärung in einer dunklen Gasse wirkt zunächst etwas trocken. Technisch anständig umgesetzt, fehlt dort etwas die Spannung. Zum Glück ändert sich dies aber, denn die späteren Orte sind weitaus Erinnerungswürdiger.

Größtenteils bleibt man bei den Spielorten recht statisch an einem Platz. Man kann sich drehen und umschauen, große Wanderungen sind aber nicht angesagt. Batman VR schafft es aber, das glaubwürdig umzusetzen. Oftmals sorgt die Umgebung (gefangen in einer Zelle) dafür, dass diese Einschränkung glaubwürdig erscheint. Muss man sich doch einmal fortbewegen, erfolgt das über das bekannte „beamen“, dass andere VR-Titel auch gerne nutzen. Überraschenderweise hat uns das keineswegs gestört. Vermutlich liegt es an den Schlauchleveln: Man blickt meist in die richtige Richtung und kann so recht intuitiv vorwärts kommen. Was beim Tombraider VR-Bonus unnatürlich und störend wirkt: Hier funktioniert es.

Und spätestens wenn der Joker dazu kommt und … nun, wir wollen nicht spoilern, aber es ist psychologisch sehr interessant. Und lässt sich so tatsächlich wohl nur in VR darstellen.

Die reine Durchspielzeit ist mit einer Stunde recht gering. Es gibt aber im Anschluss noch „Riddler“-Puzzles, die bei einem (oder mehreren) Durchläufen der Geschichte weitere Informationen bereithält. Das ist dann natürlich etwas repetetiv, aber es macht auch einfach Spaß, die Szenen noch einmal zu besuchen, und sei es nur, um erneut zu erfahren, wie es sich als kleiner Junge so anfühlt, als man noch kein Batman war.

Der Preis von gerade man 20€ ist aus unserer Sicht dafür absolut fair. Ohnehin: Wenn man irgendwen von VR überzeugen will: Brille aufsetzen, Platz freimachen (denn richtig gut spielt sich Arkham VR nur im Stehen) und staunen lassen. Es fällt schwer, sich dem zu entziehen. Und spätestens bei der Spiegelszene haben alle im Wohnzimmer was zu lachen. Dieser Titel ist einer der besseren „Vorzeigespiele“ für den VR-Bereich.

Dazu passt auch, dass Motion Sickness hier kein Thema ist. Bewegungen erfolgen, wenn sie denn vorkommen in einem natürlichen Rahmen: Wenn man in der realen Welt z.B. in einem Fahrstuhl fährt fühlt es sich genauso an, Szenen, wo Batman sich bewegt, man selbst aber still steht, gibt es nicht. Auch Achterbahn-artige Sequenzen fehlen.

Kurzum: Wer was zum Angeben braucht: Kaufen 🙂 Für den schmalen Geldbeutel kann man kaum mehr verlangen.

Neben der Länge bliebe als einziger Kritikpunkt die Steuerung mit dem Gamepad.  Das funktioniert bei weitem nicht so intuitiv wie mit den Move-Controllern. Das hatte aber tatsächlich kaum Einfluß auf unsere Wertung: Denn man sollte dieses Spiel auf jeden Fall mit der Bewegungssteuerung spielen.