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Schneller wirds nicht mehr

 

 
Overview
 

Titel: WipeOut Omega Collection VR
 
Publisher: XDev/Sony
 
Preis: 30€ (Disk)
 
Sprache: Deutsch, Englisch, & weitere
 
Move: Nicht unterstützt
 
Racing:
 
Wertung
10


User Rating
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Positives


  • Tolle Grafik
  • Sehr viel Umfang
  • Umfangreicher Multiplayer
  • Bester Arcade-Racer
  • Gute Optionen zur Reduzierung von Motion Sickness

Negatives


  • Kein lokaler Multiplayer im VR-Modus


Fazit

Einfach mal so den besten VR-Racer aus den Ärmel geschüttelt. Zeit die Turbinen anzuwerfen und sich ins Abenteuer zu stürzen.

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Posted 4. April 2018 by

 
Full Article
 
 

Wie aus dem Nichts hat Sony ohne große Ankündigung und noch dazu kostenlos einen VR-Patch für Wipeout bereitgestellt. Grund genug, uns nach langer Abstinenz mal wieder ausführlich einem aktuellen Titel zu widmen.

Wobei: Aktuell ist vielleicht der falsche Ausdruck. Wipeout kann mit Fug und Recht als Klassiker unter den Playstation-Spielen gezählt werden. Den ersten Teil konnte man neben der Playstation sogar auf dem Sega Saturn bewundern. Das ist nun schon über 20 Jahre her. Mit der aktuellen Omega Collection gab es mittlerweile 10 Teile der Serie auf verschiedenen Plattformen. Spätestens seit Teil 3 ist die Serie fest mit der Playstation verheiratet.

Für die zwei Gamer auf diesem Planeten, die zwar eine Playstation besitzen, aber noch nie von Wipeout gehört haben: Stellt Euch den Podracer von Star Wars vor. Mixt das ein wenig mit Mario Kart und erhöht den „is das geil“- Faktor um 12: Dann wisst Ihr grob, worum es bei Wipeout geht.

Die aktuelle „Omega“-Collection flitzt und ballert nun auch schon wieder ein Jahr auf der Playstation 4. In 4K und 60 butterweichen Frames pro Sekunde. Dieses Bundle ist keine Neuentwicklung sondern beinhaltet die Teile HD, HD Fury und 2048. Auch ohne VR den Preis von knapp 30€ wert. Und das bei einem Umfang von etwa 250 verschiedenen Rennen im Story-Modus. Und jetzt, dank VR: Ein Pflichtkauf!

Wie gehabt rast man mit teilweise affenartiger Geschwindigkeit durch futuristische wahnwitzige Strecken. Auf Wunsch auch bis an die Zähne bewaffnet. Üblicherweise ist die VR-Version dann optisch mächtig eingeschränkt. Dirt Rallye VR macht das sehr anständig, DriveClub VR zeigt hingegen, wie öde ein Spiel werden kann, wenn für VR der größte Teil der Grafik geopfert werden muss. Und Wipeout? Nix. Nada. Gar NIX. Es bleibt bei 60 Frames, und es bleibt bei allen grafischen Details. Oder um es mit den Worten von Thor zu sagen: Das ist der Hammer! Zusätzlich wurden auch die Menüs leicht angepasst. Während man sich zwischen den Rennen die Racer auswählt, flitzen im Hintergrund gelegentlich ein paar der Flugobjekte umher. Einfach alles fühlt sich absolut rund an.

Nur eine kleine Einschränkung gibt es: Einen lokalen Multiplayer gibt es leider nicht. Brille plus Fernseher anstatt Splitscreen wird also nicht angeboten. Aber das ist nur ein klitzekleines Manko. Allein die Tatsache, dass wir ihn erwähnen, weil uns sonst nix negatives einfällt sollte als Erklärung reichen. Der Online-Multiplayermodus funktioniert hingegen problemlos. (Plus-Mitgliedschaft vorausgesetzt) Und auch eine Einschränkung in Sachen maximaler Teilnehmerzahl haben wir nicht entdecken können.

Ein Spiel, bei dem es um schnelle, respektive extrem schnelle Rennen geht, bietet natürlich auch immer die Gefahr von Motion Sickness, aber wir waren angenehm überrascht. Es gibt verschiedene Einstellungen, die das verhindern, ohne den Spielspaß zu zerstören. Beispielsweise hat man nicht nur die Wahl zwischen einer Kameraperspektive am Pilotenkopf, sondern auch eine Cockpit-Ansicht, die sich im Wesentlichen darin unterscheidet, dass Kopfbewegungen nicht eine sofortige Änderung der Perspektive zur Folge haben. Auch kann der Pilot etwas nach „hinten“ ins Cockpit verschoben werden. Dadurch wird die Sicht rechts und links durch die Stahlwand des Cockpits beschränkt.

Richtig schwummerig wurde uns eigentlich nur im Combat-Modus, wo man mittels L1 eine 180°-Drehung machen kann. Das mochte der Magen dann nicht ganz so sehr. Die Barrell-Roll hingegen dreht nur das äußere Cockpit. Der Magen dankt für diesen kleinen Kniff.

Der langen Rede kurzer Sinn: Wer auch nur ansatzweise auf schnelles Arcade-Racing steht kann blind ins Regal greifen. In der Must-Have-Rige der PSVR-Titel ist Wipeout ohne Wenn und Aber dabei. Hier wurde wirklich alles richtig gemacht: Die Grafik ist Bombe, das Spielgefühl klasse, Motion Sickness erfreulich gering und als kleinen Bonus wurde auch der Sound perfekt der 3D-Umgebung angepasst. Ob die der Gegner oder die Rakete nun von rechts oder links angeschossen kommt lässt sich gut erhören. Sofern man nicht den Synthie-Sound auf volle Lautstärke gedreht, natürlich nur. Herzlichen Glückwunsch, Wipeout: Der erste 10er-Titel für PSVR.